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  • Biotopvernetzung Schmidener Feld

    Der Ortsverband Waiblingen betreut auf dem Schmidener Feld ein grösseres Verbundprojekt zur Biotopvernetzung.

    Insgesamt werden 6 größere Parzellen nach den Grundsätzen der Biotopvernetzung betreut. Alle Flächen liegen auf der Gemarkung Fellbach.

    Begonnen wurde 1989 das Vorhaben mit der Pflege des Naturdenkmales Lindenbühlsee. Diese Fläche ist schon seit den dreißiger Jahren als Naturdenkmal ausgewiesen.
    Der Öffinger Bürger Jordan Riede gehörte damals mit zu den Leuten, die sich um diesen kleinen See in der Öffinger Gemarkung verdient gemacht haben.
    Der See birgt in seinen Sedimenten sehr viele Gehäuse verschiedener Arten von Wasserschnecken, was darauf hindeutet, dass zu früheren Zeiten immer eine ganzjährige Wasserführung bestanden hat.

    Inzwischen fällt das Kleingewässer jedoch jedes Jahr periodisch trocken, sodass für auf dauerhaften Wasserstand angewiesene Lebewesen leider keine Überlebensmöglichkeit mehr besteht.
    Dennoch ist das Kleingewässer immer noch eine grosse Besonderheit in der trockenen Lössebene des Schmidener Feldes.

    Ursprünglich war das Naturdenkmal auf den vorderen Teil der Parzelle beschränkt gewesen. Unserer Ortsverband hat den hinteren Teil der Parzelle 1989 mit einen umfangreichen linear flächigen Feldgehölz bestockt.
    Eine kleine Streuobstwiese bildet den Übergang zu den anschließenden
    Streuobstwiesen des Kostesol.

    In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Stadt Fellbach, die ein sehr aufgeschlossener Partner in Naturschutzangelegenheiten ist, wurde damals diese Fläche aus der landwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen.

    Inzwischen ist dieses Gehölz stattlich herangewachsen und wurde im Winter 2004 erstmals durchforstet.

    Die zweite Fläche auf dem Schmidener Feld, die von unserem Ortsverband betreut wird, liegt im Gewann ?Rote Äcker?.
    Es handelt sich um eine sehr grosse Parzelle, die von der Ortsgruppe 1991 käuflich erworben werden konnte.
    Ein Mitglied unseres Ortsverbandes verkaufte damals dankenswerterweise das Grundstück unmittelbar an uns.

    Mit Zuschussmitteln des Regierungspräsidiums Stuttgart konnten wir den Kauf damals bewältigen.

    Auch dort wurde in der damals vollständig ausgeräumten Feldflur ein langgezogenes Feldgehölz angelegt. Inzwischen ist es Zwischenstation für das Rehwild auf dessen nächtlichen Streifzügen vom Hartwald zum Schmidener Feld.

    Wichtig ist es vor allem auch als Brut- und Aufenthaltsraum für mehrere Vogelarten. Ganze Schwärme von Feldsperlingen verbringen dort in guter Deckung die Winterzeit. Dann kann man auch jagende Greifvögel wie Sperber, Turmfalke, Habicht und Wiesenweihe dort beobachten. Im Sommer haben Goldammern, Rotkehlchen und der Zaunkönig dort ihr Revier.

    Auch zu Beginn der neunziger Jahre wurde entlang dem Finkenbach eine lange Hecke angelegt. An der Böschungsseite zum Finkenbach brüten regelmäßig Goldammern ihre Jungen aus. Obwohl direkt neben dem asphaltierten Weg, sind sie dort vor Hunden und Spaziergängern ganz gut geschützt.

    Parallel zum Grabenverlauf des Finkenbach erstreckt sich eine Parzelle, die ebenfalls inzwischen von unserem Ortsverband betreut wird.
    Dort haben wir eine Wiese mit Streuobstbäumen angelegt. Hier beeinträchtigen nun keine Einträge aus der Landwirtschaft mehr das temporäre Fliessgewässer Finkenbach. Regelmäßig während des Vogelzugs halten sich dort Braunkehlchen längere Zeit auf.

    Mit dem Bau der Gasleitung durch die damalige TWS wurden zwei sehr wichtige Grundstücke im Heimertal für Naturschutzzwecke verfügbar.
    Unser Ortsverband hat dort eine lange Obstbaumreihe und mehrere grössere Feldgehölze angelegt. Inzwischen sind beide Parzellen zu beeindruckenden Beispielen für aktive Naturschutzarbeit geworden.
    So sind drei parallel verlaufende Talzüge inzwischen zu wichtigen Verbindungslinien in der Landschaft geworden.

    In der früher völlig ausgeräumten Feldflur findet nicht nur das Auge wieder Halt an diesen beruhigenden Strukturen. Hasen und Rebhühner finden Deckung und Unterschlupf. Die Junghasen finden kräuterreiche Äsung und die nestflüchtenden Rebhühner können Insekten jagen.

    Der Ortsverband möchte diese Aktivitäten durch weitere Flächen ergänzen.
    Der Artenschwund in der Feldflur ist nur durch solche Maßnahmen aufzuhalten.
    Die Landwirtschaft oder die öffentliche Hand alleine können eine solche Aufgabe ganz offensichtlich nicht bewältigen.

    Vor allem in der geplanten Verbindung von der Waiblinger Westumfahrung zur zukünftigen neuen Neckarquerung zwischen Aldingen und Neckarrems liegt eine große Gefahr für die Biotope im Bereich Schmidener Feld. 



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