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                             Januar 2021

      


    Liebe NABU-Mitglieder und Freunde,       

     

    zum Jahreswechsel möchte ich Sie sehr herzlich grüßen und Ihnen allen die besten Wünsche für das neue Jahr übermitteln. Das vergangene Jahr 2020 war für uns alle eine besondere Belastung: dass eine Virus-Pandemie unser Leben schlagartig so verändern würde, war unvorstellbar - ist aber voll eingetroffen. So konnten wir bereits im März unsere Mitglieder Versammlung leider nicht mehr durchführen und hofften auf einen Termin im Herbst. Aber durch eine zweite Pandemie-Welle ist auch dieser gescheitert. Ja, unser ganzes Jahresprogramm mit schönen Exkursionen und naturkundlichen Führungen, die wir sorgfältig geplant hatten, war hinfällig.

     

    Eine Planung für das Jahr 2021 ist im Augenblick nicht sinnvoll. Wir hoffen auf eine Besserung der Situation mit einem Impfstoff und auf die wärmere Jahreszeit. Sobald konkrete und realistisch umsetzbare Pläne vorliegen, werden wir Sie umgehend informieren. Vielleicht nutzen wir die Zeit am Jahreswechsel, darüber nachzudenken, wo wir helfen können, wo sich unsere Gesellschaft neu orientieren muss, um nach der hoffentlich bald überwundenen Covid-19-Pandemie nicht in denselben Trott des nicht mehr verantwortbaren, überzogenen Konsums mit der sinnlosen Ausbeutung der natürlichen Ressourcen fortzufahren.  

     

     

     

    Während tausende Menschen in Deutschland ihre Arbeitsplätze verlieren, unsere Wirtschaft und damit uns allen harte Zeiten bevorstehen, diskutieren wir in unzähligen Talkshows über teils aberwitzige Themen, anstatt eine lebenswerte Zukunft zu gestalten.

    Während wir Menschen angespannt die Corona-Regeln ändern, lässt uns die Natur ihre eigentliche Macht erahnen und bleibt entspannt. Genauso, wie sie auf die seit Jahrzehnten steigenden CO2-Emissionen reagiert - ohne Eile, aber voller Macht: Dieses Jahr 2020 war geprägt von neuen extremen Temperaturrekorden, von viel zu schnell schmelzendem Eis der Arktis, von Trockenheit und von vielem mehr. Das Klima wandelt sich und wir Menschen müssen uns beeilen, wirkungsvolle Gegenmaßnahmen umzusetzen und noch bessere zu entwickeln.

     

    Während wir von einem Lock-Down zum nächsten stolpern, schreitet das Artensterben ungebremst weiter voran. Es ist auch bei uns allen angekommen. Wo sind die Insekten, wo sind die Vögel geblieben?  Zwei aktuelle wissenschaftliche Publikationen zeigen, dass nicht nur die Insektenvielfalt, sondern ähnlich gravierend die Flora in Deutschland abnimmt. So zeigt eine neue Studie des Projektes „Biodiversitätstrends in Deutschland“, dass bei über 70 % der Pflanzen in den letzten 60 Jahren deutschlandweit Rückgänge zu beobachten waren. 

     

     

     

    Während die Spitzen der EU von einem neuen Green-Deal schwafeln, wird die aktuelle GAP-Reform nicht das Papier wert sein auf dem es geschrieben ist. Wieder werden Jahr für Jahr Milliarden an die EU-Landwirtschaft mit der Gießkanne verteilt ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten.    

    Während Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner noch kurz vor dem Jahreswechsel in aller Stille eine Sondergenehmigung erlassen und längst verbotene Ackergifte in Rübenkulturen zurück auf die Felder bringen will. Neonicotinoide sind für Bienen tödlich. Selbst ingeringen Dosen haben sie gravierende Effekte, indem sie das Verhalten der Bienen ändern, was in kurzer Zeit ebenfalls zum Tode führt.  

    Bei all dem können wohl nur ganz Hartgesottene optimistisch bleiben. Da aber die Aktiven im Naturschutz ohnehin allerhand gewöhnt sind, machen wir dennoch unverdrossen weiter. Schließlich gibt es viel zu tun!  

    Wenn auch die Führungen und Ausflüge Exkursionen ausgefallen mussten, haben wir unsere Aktivitäten und Pflegeflächen auch in diesem Jahr fortgeführt: Unser Naturdenkmal in Stetten wurde wieder gepflegt und konnte sich positiv weiterentwickeln. Insbesondere der sehr seltene wärmeliebende Halbstrauch, der „SchwarzwerdendeGeißklee“, gedeiht dort prächtig. Auch auf unserer dort neu hinzugekommenen Fläche, die mit neu errichteten Trockenmauern versehen ist, kommt der Artenreichtum voran. Schon dieses Jahr haben dort die ersten Orchideen geblüht.       

    Im Gundelsbacher Täle im Waiblinger Stadtwald konnten wir mit Unterstützung des Regierungspräsidiums, der Stadt Waiblingen und insbesondere von Revierförster Münz zahlreiche neue Tümpel für Gelbbauchunken anlegen. Die Diakonie Stetten hat dazu die entsprechenden Erdarbeiten durchgeführt.


     

     

     

    Den Turm der Waiblinger Michaelskirche statteten wir mit selbst gebauten Dohlennistkästen aus, die schon wenige Tage nach dem Einbau bezogen wurden.

    In diesem Winter und Frühjahr wollen wir wieder unsere Bemühungen für den Steinkauz intensivieren. Das geschieht mit neuen Nistkästen in den umliegenden Streuobstwiesen.

    Es gibt also viel zu tun. Daher sind interessierte Mithelfer stets willkommen!

     

     

     

    Der Vorstand NABU Waiblingen e.V.

     



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